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Terentia vom Petersberg (Thetis)


"Zur Liebe gehört auch immer die Furcht,
sich zu verlieren."

Geboren am 10. August 1991 - gestorben am 15.Juli 2002

Thetis, unser 1. Landseermädchen, zog an einem sehr kalten Oktobertag bei uns ein. Da es ihr im Haus zu warm war, saßen wir mit dicken Pullovern und Jacken bei geöffneter Terrassentüre und betrachteten das kleine, kecke Fellknäuel. Eine Woche später fiel sie beim Nachbarn in den neu angelegten Teich und köpfte später - dessen ganzer Stolz – die erste blühende Seerose.
Leider suchten wir mit ihr erst im Alter von 6 Monaten eine Hundeschule auf und dieser sind wir mit unserem Weißöhrchen dann auch fast 5 Jahre lang treu geblieben.

Obwohl jede Pfütze weiträumig umgangen wurde, die Dusche der Albtraum schlechthin war, umso mehr liebte sie das Schwimmen. Sie pfiff immer wie eine kleine Lokomotive, wenn sie ihre Bahnen zog. Es war faszinierend, wie ruhig sie durch das Wasser glitt. Auch das Autofahren war eine ihrer großen Leidenschaften. Sie bevorzugte Vehikel, die mindestens der oberen Mittelklasse angehörten. Eine Taxifahrt durch Bonn war also das ideale Geburtstagsgeschenk für unsere Autobegeisterte. Thetis besaß Jagdtrieb und konnte heulen wie ein Wolf. Sie suchte nach Mäusen und entdeckte Igel im Garten. Auf einem unserer Gartenfeste hatte sie zu vorgerückter Stunde wieder einmal "Mecki" aufgestöbert, unbemerkt ins Haus getragen und diesen unter dem Tisch deponiert. Unsere Fete ging danach übergangslos in eine Bolfoparty über.

Thetis war im Besonderen Kindern sehr zugetan und je mehr kleine Hände in ihrem Fell verschwanden, desto glücklicher war sie.
Sie fand Baustellenbesuche aufregend, flirtete mit Handwerkern und wenn diese dann auch noch ihr Butterbrot mit ihr teilten, war ihr Hundeleben perfekt. Sie war eine brillante Schauspielerin, sie kannte unsere Gedanken und schenkte uns ihre ganze Liebe.

Wir führten mit unserem Mädchen ein sehr bewegtes Leben und als wir unsere Powerschnecke im Alter von fast 11 Jahren über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten, war die anschließende Leere kaum zu ertragen.
Sie ist in unserem Garten begraben und dort wacht sie weiterhin über ihr „Thetisland“.

In unserem Herzen hat sie einen ganz besonderen Platz eingenommen.

 
  

© Copyright Elisabeth Schild 2006 - 2017