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Die Geschichte vom schwarzen Neufundländer


Es ging spazieren vor den Toren
Ein weißer Hund mit schwarzen Ohren.
Das Wetter ging ihm auf den Zwirn
Drum nahm er seinen neuen Schirm.

Da kam der Strolch des Wegs entlang
Und trug ein Fähnchen in dem Fang.
Der Herkules mit schnellem Schritt
Der brachte seinen Knochen mit.
Und Zottel mit dem langen Schweif
Der schleppte seinen Bär - von Steiff.
Sie bellten lautstark alle drei,
Als der Weißschwarze ging vorbei,
Weil er doch gar so anders sei!

Da kam der große Zuchtwart an,
Mit ries´gem Farbtopf unterm Arm.
Der sprach: „ Ihr Rüpel, hört gut zu,
Lasst mir das Schwarzohr hübsch in Ruh‘!
Was kann das arme Tier dafür,
Dass er so weiß nicht ist wie ihr?“

Die Meute aber folgte nicht
Und bellten ihm ins Angesicht
Und bellten ärger als zuvor
Über den Hund mit schwarzem Ohr.

Der Zuchtwart wurde bös und wild,
Ihr seht´s gar nicht auf diesem Bild!
Er packte gleich die Rüden fest,
Beim Kopf, beim Fell unter Protest:
Den Herkules, den Strolch den Wicht
Und auch den Zottel schont er nicht.

Er taucht sie in den Bottich tief,
Auch als der Strolch um Hilfe rief.
Bis übern Kopf ins Farbbad ein
Tunkt sie der große Zuchtwart rein.

Ihr seht sie hier, wie schwarz sie sind,
Viel schwärzer als das Landseerkind!

Und hätten sie nicht so gelacht,
Hätt´ Zuchtwart sie nicht schwarz gemacht.

Und die Moral von der Geschicht´:
Ärgert den Zuchtwart besser nicht!
Sonst sitzt ihr in der Tinte tief,
Und das geht schneller als euch lieb.

Frei nach Dr. Heinrich Hoffmann (Der Struwwelpeter)
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