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Carlos vom Rosengarten

Der Rassestandard


Kontinental-europäischer Typ (F.C.I. Standard Nr. 226)

Allgemeine Erscheinung:
Der Landseer soll den Eindruck eines großen, starken, harmonisch gebauten Hundes hervorrufen. Er steht, was speziell den Rüden anbetrifft, auf verhältnismäßig höheren Läufen als der schwarze Neufundländer. Die Bewegungen seiner muskulösen Läufe sollen eine leicht fördernde, geräumige Gangart präsentieren.

Behaarung und Farbe:
Die Behaarung soll mit Ausnahme des Kopfes lang, möglichst schlicht und dicht sein, sich fein anfühlen lassen, durchsetzt mit Unterwolle, diese nicht so dicht wie beim schwarzen Neufundländer. Leicht gewelltes Deckhaar auf dem Rücken und an den Keulen ist nicht zu beanstanden. Das Haar gegen den Strich gebürstet, muss von selbst wieder in die richtige Lage zurückfallen.

Die Grundfarbe des Haares ist ein klares Weiß mit zerrissenen schwarzen Platten auf der Rumpf- und Kruppenpartie. Der Hals, die Vorbrust, der Bauch, die Läufe und die Rute müssen weiß sein. Der Kopf ist schwarz. Als Zuchtfestigung gilt eine weiße Schnauzenpartie mit einer weißen, symmetrischen, nicht zu breiten, durchgezogenen Blesse. Noch vorkommende Rußflecken im weißen Grund sind keine Fehler, sollen jedoch herausgezüchtet werden.

Kopf:
Der Kopf soll breit und massig, das Hinterhauptbein gut entwickelt sein. Es sei ein deutlicher Stirnabsatz vorhanden, jedoch nicht so ausgeprägt und so steil wie beim St. Bernhardshund. Schnauzenlänge = Schnauzentiefe vor dem Stirnabsatz. Lefzen trocken, die oberen die unteren leicht deckend, diese möglichst straff, nicht geifernd. Kopfmodellierung markant geprägt, aber edel im Ausdruck, mit mäßig entwickelten Backen, welche allmählich in die Schnauzenpartie überlaufen. Nasenspiegel und Lefzen schwarz pigmentiert. Scherengebiss. Kopfhaut ohne Falten, kurz und fein behaart.

Ohren:
Mittelgroß, gegen die Augen gelegt, bis zum inneren Augenwinkel reichend, von dreieckiger Form, unten etwas gerundet, hoch am Oberkopf, aber nicht zu weit hinten angesetzt und an den Kopfseiten glatt und dicht anliegend, mit feiner kurzer Behaarung, längere Haarfransen nur am hinteren Teil der Behängewurzel.

Augen:
Mittelgroß, mäßig tief liegend, braun bis dunkelbraun, hellbraun darf toleriert werden, mit freundlichem Blick, Lidspalte mandelförmig, Lidbindehaut nicht sichtbar. Ausgesprochen helle Augen (schwefel- oder graugelb) sind fehlerhaft, ebenso zu enger Augenstand.

Hals:
Der Hals, im Querschnitt nicht ganz rund, sondern leicht eiförmig, steigt muskulös und breitnackig aus der Schulter-Brust-Partie gegen den Kopf an. Bei symmetrischem Bau beträgt seine Länge vom Hinterhauptbein bis zum Widerrist ungefähr 3/4 bis 4/5 der Kopflänge vom Hinterhauptbein bis zur Nasenspitze gemessen. Ausgeprägte Kehl- oder Halswamme sind nicht erwünscht.

Rumpf:
Der Rumpf soll vom Widerrist bis zum Rutenansatz ungefähr doppelte Kopflänge haben. Der Rücken sei straff und gerade, von den Schultern bis zur Kruppe sehr breit und kräftig. Zwischen sehr muskulösen Schultern sei die Brust tief und breit, bei entsprechender kräftiger Rippenwölbung des Brustkorbes. Der Bauch ist nur wenig aufgezogen. Zwischen ihm und der muskelstarken Lendenpartie soll eine flache Vertiefung der Flankengegend deutlich sichtbar sein. Die Kruppe sei breit, durch starke Muskelpolster seitlich und nach hinten schön abgerundet. Schwacher Rücken, Senkrücken, schlaffe Lenden und zu kurze letzte Rippen mit starkem Aufgezogensein des Bauches sind Fehler.

Vorhand:
Starke, von der Schultergegend kommende Muskelmassen umlagern den kräftigen Oberarmknochen, dem sich unter richtiger Winkelung die mächtigen Knochen des vollkommen geraden Laufes, dieser gut bemuskelt, anschließen. Die Ellenbogen liegen dem tiefsten Teil des Brustkorbes gut an, stehen ziemlich hoch und sind genau nach rückwärts gerichtet. Der ganze Lauf ist bis zum Sprunggelenk leicht befedert.

Hinterhand:
Die ganze Hinterhand soll kräftig sein. Die Hinterläufe müssen durchwegs frei bewegt werden, sie sollen starke Knochen haben, die von kräftigen Muskeln überlagert sind, so dass besonders die Oberschenkelpartie breit entwickelt ist. Die Hinterläufe sollen mäßig befedert sein. Kuhhessige Stellung, ebenso Mangel an Winkelung sind Fehler. Afterklauen sind verwerflich und sollen möglichst bald nach der Geburt entfernt werden.

Pfoten:
Groß und gut geformt, sogenannte Katzenpfoten. Gespreizte oder nach außen gedrehte Pfoten sind zu beanstanden. Die Zehen sollen durch starke Schwimmhäute bis ziemlich weit zur Zehenspitze verbunden sein.

Rute:
Stark, höchstens bis etwas unter die Sprunggelenke reichend, sehr dicht und buschig behaart, aber nicht fahnenförmig. Wenn der Hund still steht und nicht erregt ist, soll er die Rute abwärts hängend tragen, am Ende eventuell etwas gebogen halten. In der Bewegung darf er sie gerade ausgestreckt mit einer leichten Biegung des Endes nach oben tragen. Ruten mit einer Verbiegung oder über den Rücken geringelt getragen sind verwerflich.

Größe:
Die Schulterhöhe des Landseers darf schwanken:
  • bei den Rüden durchschnittlich zwischen 72 und 80 cm.
  • bei den Hündinnen durchschnittlich zwischen 67 und 72 cm.
    Kleinere Variationen nach unten oder oben sind zu tolerieren.

    Bezugsquelle: Landseer Zuchtbuch des Deutschen Landseer Club (DLC) e.V.


     
      

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